Yin Yoga

Yin Yoga ist ein passiver Yogastil, beim dem die Positionen mehrere Minuten gehalten werden. Der Fokus liegt auf dem Erreichen tieferer Körperschichten wie Gelenken, Bändern, Sehnen und Faszien, weniger auf den Muskeln. Wir versuchen dabei, möglichst passiv zu bleiben. Dass bedeutet, ohne große muskuläre Anspannung in die Positionen zu gehen. Wir nutzen die Schwerkraft, um noch tiefer in die Positionen zu sinken. Unser Ziel ist das Loslassen auf allen Ebenen, körperlich, geistig und seelisch.

Asana Golden-Gate-Bridge oder auch Regenbogenbrücke genannt

Wie kann mir Yin Yoga helfen?

  • Macht Faszien geschmeidiger
  • Verbessert die Regeneration des Körpers
  • Bessere allgemeine Beweglichkeit
  • Linderung und Vorbeugung von Rückenschmerzen
  • Positive Wirkung bei Stress
  • Entspannt Körper, Geist und Seele

Was brauche ich für Yin Yoga?

  • eine weiche Unterlage
  • eine Yogarolle/Bolster oder dickes längliches Kissen
  • Yogablöcke oder Kissen
  • Decke
  • bequeme Kleidung und warme Socken

Worauf sollte ich beim Praktizieren von Yin Yoga achten?

Yin Yoga ist eine individuelle Praxis. Die Positionen werden nicht nach Buch eingenommen, sie werden an den Körper angepasst, nicht umgekehrt. Wir üben Achtsamkeit und stellen den Kontakt zu unserem Inneren her.

Du solltest nur so weit in eine Position gehen, wie du sie mehrere Minuten angenehm halten kannst. Auf einer Skala von 1 bis 10 gibst du der Intensität die Stufe 6. Selbst wenn du tiefer gehen könntest – bleibe bei 60% Intensität. Versuche, möglichst passiv zu bleiben und dich der Schwerkraft hinzugeben und dabei nicht muskulär nachzuziehen. 

Wir unterscheiden zwei Arten von Kontraindikation: Verspannung oder Kompression – diese bestimmen das Ausmaß deiner Beweglichkeit.

Verspannungen sind auf muskulärer oder faszialer Ebene und können durch behutsame, regelmäßige Praxis reduziert werden.

Kompression dagegen entsteht, wenn Knochen auf Knochen trifft. Hier ist also kein weiteres Voranschreiten in einer Position möglich! Jeder Mensch hat eine andere Anatomie und kann deshalb vielleicht eine bestimmte Position nicht ausführen. Hier hilft einzig und allein, die Position so zu verändern, dass sie ausführbar wird.

Die Yin Yoga Lehrerin Stefanie Arend unterscheidet hier zwischen dem süßen und dem bitteren Schmerz. Der süße Schmerz entspricht eher der Verspannung, ist eher flächig und führt vom Gelenk weg. Der bittere Schmerz dagegen ist eher punktuell und stechend, im Gelenk oder zum Gelenk hinführend. Er entspricht der Kompression und ist ein Zeichen, eine Position zu verlassen oder zu verändern.

Do not become fixated on mastering a pose. The poses are meant to be therapeutic, not to challenge your pride.

Paul Grilley
Asana der liegende Schmetterling

Jeden Monat gebe ich zu einem bestimmten Thema oder Körperteil ein online Yin Yoga Spezial. In diesen 90 Minuten gehen wir so richtig tief, sowohl auf körperlicher, wie auch auf psychischer Ebene. Es gibt nur eine Voraussetzung: Du musst dich darauf einlassen!

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